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Presse 08.02.2013

Parlophone geht an Warner Music

Universal Music verkauft Parlophone an Warner Music

Die Entscheidung im Bieterwettstreit ist gefallen: Universal Music verkauft Parlophone an die Warner Music Group. Der Preis für die ehemalige EMI-Division liegt bei umgerechnet rund 570 Millionen Euro Dollar. Mit dem Abschluss des Verkaufs sei im weiteren Verlauf des Jahres zu rechnen, heißt es aus dem Hause Universal. Bei Warner gibt man sich bereits zuversichtlich, den Deal zur Jahresmitte abschließen zu können.

Bei dem Deal handelt es sich um einen Komplettverkauf der sogenannten Parlophone Label Group. In diese Gesellschaft hatte Universal Music zuvor all die Firmenteile eingebracht, die nach der EMI-Übernahme weiterveräußert werden mussten. Dazu zählen die bei Parlophone und Chrysalis liegenden Rechte, die EMI-Ländergesellschaften in Frankreich, Schweden, Spanien, Portugal, Belgien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Norwegen und der Slowakai. Zu den Künstlern der Parlophone Label Group gehören Acts wie Air, Coldplay, Daft Punk, Danger Mouse, David Guetta oder auch Iron Maiden.

Warner-Eigner Leonard "Len" Blavatnik, der den US-Major vor inzwischen rund 20 Monaten mit seiner Beteiligungsgesellschaft Access Industries erworben hatte, bezeichnete den Kauf von Parlophone in einer ersten Reaktion als "wichtigen Meilenstein" für die weitere Entwicklung der Warner Music Group. Zugleich unterstreiche der Schritt aber auch die Bereitschaft, weiterhin auf weltweiter Basis in den Konzern, seine Künstler und Mitarbeiter zu investieren. Warner-CEO Stephen Cooper sprach von einer einmaligen Gelegenheit und idealen Ergänzung für Warner Music, in kreativer und geografischer Hinsicht ebenso wie unter strategischen Gesichtspunkten. Das Parlophone-Erbe wolle man dabei ebenso weiterführen wie den Markennamen.

Warner Music finanziert den Zukauf nach Konzernangaben über neue Kredite über die Banker von Credit Suisse, Barclays, UBS, Macquarie und Nomura.

Warner Music sticht somit im Ringen um Parlophone Mitbewerber wie BMG und Sony aus, die ein gemeinsames Angebot vorgelegt haben sollen.

Allerdings lässt sich Warner Music die Übernahme von Parlophone auch eine stolze Summe kosten: So hatte Lucian Grainge die EMI-Teile, die sich Universal einverleiben kann, kurz nach der Übernahme des britischen Majors auf rund zwei Drittel der Konzernanteile taxiert. Der nun von Warner für Parlophone gebotene Preis liegt allerdings eher bei 40 Prozent der ursprünglich von Universal für EMI aufgebrachten Kaufsumme.

Universal Music hatte im November 2011 von den Citibankern den Zuschlag für die 1,4 Milliarden Euro beziehungsweise gut 1,9 Milliarden Dollar schwere Übernahme erhalten. Im Zuge der Übernahme von EMI verpflichtet sich Universal dabei unter anderem, die weltweiten Parlophone-Rechte weiterzuverkaufen. Zudem kommen Labels und Repertoiredivisionen wie EMI Classics, Mute und Chrysalis auf den Markt, aber auch das Coop-Labelnetzwerk. Mute ging zwischenzeitlich bereist an BMG. (Quelle Musikwoche)

Dazu IMPALA : Warner's purchase of Parlophone expected to counter music duopoly

With the announcement of Warner Music's successful bid for the Parlophone group, IMPALA sees the news as a step towards tackling the duopolisation of the music market by the two market leaders Universal and Sony.

The Parlophone group represents the biggest part of the divestments Universal gave up to win EC approval to buy EMI's recorded music operations last year. The Uni/EMI merger, along with the Sony/EMI merger met with opposition from IMPALA, the European trade body of independent music companies. IMPALA has confronted head on the series of mergers which have destroyed effective competition in the music market.

The two market leaders have been in an ever-stronger position on both publishing and recording over the past decade. Reacting to reports last month that Sony and BMG were conducting a joint bid for Parlophone, IMPALA raised concerns that the divestment process would simply reinforce the duopoly.

It is now hoped that strengthening Warner will help counter balance the duopoly across the whole market – digital, physical, access to radio etc.  At the same time, the gap with the independents will widen and this must be addressed, not only by reinforcing competition among the leaders but by strengthening the independents and allowing them to compete more effectively.

Helen Smith, Executive Chair of IMPALA said "We would expect to see a significant re-balancing effect as a result of this, after all, "two's company, three's a crowd". A stronger competitor to the Universal/Sony duopoly should make the market more open at all levels and give artists new opportunities. At the same time, we would expect this to be complemented by significant strengthening of the independent sector."

 

Tags: Pressemitteilungen

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